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Rund 51 Regalkilometer an Archiv-Material

Interessante Einblicke in die Arbeit des Staatsarchivs - Arbeitskreis Lokalgeschichtsforschung des Landkreises besuchte das Staatsarchiv Marburg

Marburg-Biedenkopf - Auf Einladung des leitenden Archivdirektors des Staatsarchivs in Marburg, Dr. Andreas Hedwig, besuchte der Arbeitskreis Lokalgeschichtsforschung des Landkreises diese Institution. Dr. Hedwig erläuterte den Teilnehmern, die Aufgaben und Funktionen sowie die Archivalien seines Hauses. Demnach besitzt das Staatsarchiv rund 51 Regalkilometer an Archivalien. Tausend Nutzer pro Jahr verbringen circa viereinhalb Tausend Tage im Staatsarchiv und lassen sich 15. bis 17.000 Archivalien pro Jahr vorlegen.

Dr. Nicola Wurthmann (Bildmitte) zeigte den Mitgliedern des Arbeitskreises Lokalgeschichtsforschung des Landkreises ausgewählte Archivalien aus dem Kreisgebiet und erläuterte deren Nutzung und Aussagewert. Foto: Landkreis

Dr. Nicola Wurthmann (Bildmitte) zeigte den Mitgliedern des Arbeitskreises Lokalgeschichtsforschung des Landkreises ausgewählte Archivalien aus dem Kreisgebiet und erläuterte deren Nutzung und Aussagewert. Foto: Landkreis

“Zu Tagungen und Veranstaltungen kommen nochmals weitere 10.000 Besucher jährlich ins Staatsarchiv. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen in der Zeit zwischen 1935 und 1938 errichteten Zweckbau.

Das Staatsarchiv war 1870 als zentrales Archiv für den preußischen Regierungsbezirk Kassel gegründet worden und hatte seinen Sitz ursprünglich im Schloss”, erläuterte Dr. Hedwig. Er verwies abschließend auf die Informationen des Staatsarchivs im Internet unter https://portal.hessen.de/irj/HStAM_Internet. Hier vor allem die Recherchedatenbank HADIS.

Dr. Nicola Wurthmann erläuterte anschließend den Teilnehmern aus dem Arbeitskreis, welche Archivalien für das Staatsarchiv interessant sind und wie die Nutzung dieser Einrichtung funktioniert. Anhand ausgewählte Bücher, Listen und Karten aus der Region verdeutlichte sie eindrucksvoll zusammen mit ihrem Kollegen Dominik Brendel, die Bedeutung und Aussagefähigkeit der archivierten Materialien. “Wir sammeln für die Ewigkeit bzw. für eine sehr lange Zeit. Deshalb haben wir eine große Verantwortung bei der Auswahl der zu archivierenden Materialien”, erläuterte Dr. Wurthmann.

Das Highlight für die Mitglieder des Arbeitskreises war ein Rundgang durch die sonst für Besucher nicht zugänglichen Magazine.  Unter den Teilnehmern waren sowohl regelmäßige Besucher des Staatsarchivs als auch solche, die noch nie vor Ort waren. Für den Landkreis und die Teilnehmer bedankte sich der Presse- und Kulturreferent des Landkreises, Dr. Markus Morr, bei Dr. Hedwig und seinen Mitarbeitern für die interessanten Einblicke in die Arbeit des Staatsarchivs.

Im Arbeitskreis Lokalgeschichtsforschung des Landkreises engagieren sich vor allem Personen aus Heimat- und Geschichtsvereinen, Verkehrs- und Verschönerungsvereinen, Arbeitskreisen zur Stadt- oder Dorfgeschichte, aber auch Vertreter von Stadt-, Gemeinde,- Kirchen- oder Dorfarchiven. Hinzu kommen weitere Vertreter von Museen und Heimatstuben aus dem Landkreis sowie diverse Einzelpersonen, die in diesem Bereich forschen. Zudem beteiligen sich Wissenschafter (z.B. Volkskundler, Historiker) an den Treffen. Schließlich nehmen - je nach Hauptthema der Veranstaltungen - Personen aus den unterschiedlichsten Initiativen und Gruppen an den Treffen teil.

Ein Ziel des Arbeitskreises ist die Verbesserung der Arbeit in den Vereinen und Verbänden und der in diesem Bereich tätigen Einzelpersonen mit den Institutionen im Landkreis.

Bildunterschrift:
Dr. Nicola Wurthmann (Bildmitte) zeigte den Mitgliedern des Arbeitskreises Lokalgeschichtsforschung des Landkreises ausgewählte Archivalien aus dem Kreisgebiet und erläuterte deren Nutzung und Aussagewert.
Foto: Landkreis

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