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Xynthia tobte auch über dem Landkreis

Landrat Robert Fischbach (li.) lässt sich von Kreisbrandinspektor Lars Schäfer im Krisenstab die Lage während des Unwettereinsatzes erläutern. (Foto: Landkreis)Landrat dankt ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in der Sturmnacht im Landkreis im Einsatz waren - Neues Gefahrenabwehrzentrum am Marburger Landratsamt hat  “Feuerprobe” schon vor der offiziellen Inbetriebnahme bestanden

Marburg-Biedenkopf - Landrat Robert Fischbach hat am Montag den ehrenamtlichen Einsatzkräften von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) gedankt, die am Sonntag die Folgen des Sturmtiefs “Xynthia” gemildert haben. “Die rund 670 Männer und Frauen der Hilfsorganisationen haben wieder Bemerkenswertes geleistet und waren über viele Stunden für die Allgemeinheit im Einsatz”, erklärte der Landrat.

Der Krisenstab, der erstmals im neuen Gefahrenabwehrzentrum am Landratsamt zusammentrat, zählte im Kreisgebiet etwa 200 Einsätze. Vielfach stürzten Bäume um und blockierten Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Angespannt war die Situation kurzzeitig auf der Bundesstraße 253 im Bereich der Sackpfeife, wo mehrere Autos und deren Insassen von umgestürzten Bäumen eingeschlossen waren. “Hier konnte die Feuerwehr aber schnell Hilfe leisten und die Eingeschlossen aus ihrer misslichen Lage befreien, so dass niemand zu Schaden kam”, sagte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Rund 40 Bahnreisende, die am Abend wegen der gesperrten Bahnstrecke der Main-Weser-Bahn am Marburger Hauptbahnhof “strandeten”, benötigten keine Hilfe, so dass sich die Situation auch hier schnell entspannte. Die Einsatzkräfte waren seit Sonntagnachmittag fast pausenlos im ganzen Landkreis unterwegs, um umgestürzte Bäume zu beseitigen oder Bauteile an Gebäuden, die der Sturm losgerissen hatte, zu sichern.

Landrat Robert Fischbach, der sich am Sonntagabend selbst beim Krisenstab ein Bild von der Lage machte, stellte fest, dass das neue Gefahrenabwehrzentrum noch vor seiner offiziellen Inbetriebnahme seine “Feuerprobe” bestanden habe. “Der Stab konnte die technische Ausstattung und die großzügigen Räumlichkeiten bereits vollständig nutzen - es hat prima funktioniert”, freute sich der Landrat.

Ein besonderes Augenmerk richtete der Stab auf die blockierten Straßen. Zu Spitzenzeiten registrierte der Stab mehr als 20 Verkehrsverbindungen, die wegen umgestürzter Bäume nicht befahren werden konnten. Um im Notfall auch trotz der blockierten Straßen die rettungsdienstliche Versorgung sicherzustellen, wurden weitere Rettungswagen und Notärzte mobilisiert und strategisch im Landkreis verteilt.

Teilweise mussten Straßen die Nacht über gesperrt bleiben, weil es für die Einsatzkräfte zu gefährlich gewesen wäre, bei Dunkelheit und Sturmböen die Bäume zu beseitigen. “Dort, wo es unbedingt erforderlich war, wurden die Einsatzkräfte natürlich aktiv. Wir wollten aber kein unnötiges Risiko eingehen”, so Kreisbrandinspektor Schäfer.

“Vereinzelt ließen sich am Montagmorgen Verkehrsbehinderungen nicht vermeiden. Ich glaube aber, dass die Menschen in einer solchen Situation Verständnis aufgebracht und unter Umständen Verzögerungen oder Umwege in Kauf genommen haben”, sagte der Landrat.

Bildunterschrift:
Landrat Robert Fischbach (li.) lässt sich von Kreisbrandinspektor Lars Schäfer im Krisenstab die Lage während des Unwettereinsatzes erläutern. (Foto: Landkreis)

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